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CUBE AMS 125 – Ein persönlicher Test


Das CUBE AMS 125 gehört zu den gefragten MTBs seiner Zunft. Mein persönlicher Test über 19000 km.

CUBE AMS 125 bei Cottbus Wilmersdorf

Mein CUBE AMS 125 im November 2010

Ein Sonderfall

Mein CUBE AMS 125 stellt eine Mischung aus dem Modell von 2007 und 2010 dar. Im März 2009 habe ich es als 2007er Modell erworben. Im März 2010 wurde der Rahmen auf Garantie schnell und unkompliziert gegen einen aktuellen ausgetauscht. Und im Herbst 2010 wurde der komplette Antrieb nach gut 17000 km gegen einen neuen getauscht.

Was hervorzuheben ist

Die serienmäßige Sitzgeometrie des CUBE AMS 125 ist sehr ausgewogen und nach meinem Empfinden sportlich komfortabel, was sich in einer hohen Tourentauglichkeit auszeichnet. Da ich es gerne eine Nummer sportlicher angehe wechselte ich verschleißbedingt den serienmäßigen und leicht erhöhten Easton EA 30 Lenker gegen einen flachen Syntace Duraflite 2014 mit gleicher Breite, aber etwas stärkerer Kröpfung.

Besonders toll ist die Steifigkeit von Rahmen, Hinterbau, Gabel und den Laufrädern. Um bei hohen Geschwindigkeiten in der Kurve und bei schnellen Richtungswechseln noch mehr Kontrolle über das Bike zu bekommen wechselte ich die serienmäßigen Schnellspanner von DT Swiss gegen die bewährten Stahlschnellspanner von Shimano. Die halten die Laufräder noch besser in den Ausfallenden.

Bremsen

Bei den Bremsen steht an erster Stelle die Performance. Beim CUBE AMS 125 wurde daher die Magura Louise mit 180er Scheiben am VR und HR in der rot-schwarzen OEM Version verbaut, auch wenn die Optik nicht jedermanns Sache ist. Um die Performance der Bremse zu steigern setzte ich bei der vorderen Bremse noch eines drauf und wechselte gleich nach dem Kauf auf die 203mm Bremsscheibe. Für die Standfestigkeit und ein souveränes Fahrgefühl zuträglich ist das ohnehin.

Damit meine ich, dass es bei meinem CUBE AMS 125 noch leichter geworden ist, mit nur einem Finger zu bremsen. Bei Marathons wie den EBM zahlt sich das bei Bergab-Passagen aus, weil ich mich so verstärkt auf die Strecke konzentrieren kann.

Darüber hinaus hat die verbaute Magura Louise selbst bei Schnee, Eis, Matsch und Temperaturen auch weit unter -10°C ohne Zicken gebremst.

Laufräder

Die am CUBE AMS 125 verbauten DT Swiss XRC 180 sind OEM Laufräder. Es handelt sich hier um die Kombination aus den DT SWISS 370 DISC Naben, DT SWISS X455 DISC Felgen, DT SWISS Competition Speichen und PRO LOCK Nippeln. Die Laufräder gehören mit ca. 1900 Gramm sicher nicht zu den leichtesten ihrer Zunft, aber für ein All-Mountain in der Mittelklasse sind die eine gute Wahl. Sie lassen sich immer noch gut beschleunigen. Positiv sind vor allem die Steifigkeit und Haltbarkeit.

Dennoch kann ein Augenmerk auf die HR-Nabe nicht schaden. Je nach Einsatz und Pflege sind spätestens nach 15000 km neue Lager fällig.

Fahrwerk – Gabel

Die am CUBE AMS 125 verbaute Fox Talas RL, Modelljahr 2007, erweist sich als straffe, aber dennoch aktive Gabel und passt an sich prima zur straffen Kinematik des Bikes. Die Einstellbarkeit ist unkompliziert. Auf der rechten Seite befindet sich der blaue Verstellknopf für die Druckstufe, welcher bis zur vollständigen Blockierung der Gabel nur eine halbe Umdrehung benötigt.Toll finde ich auch, dass die Verstellung der Zugstufe (damit wird die Ausfedergeschwindigkeit reguliert) ebenso oben erfolgt. So kann man ganz einfach während der Fahrt Feinjustierungen vornehmen.

TALAS bedeutet übrigens, dass sich die Federung am gewählten Federweg anpasst. Einstellbar ist die FOX TALAS RL in drei Stufen: 100mm-120mm-140mm. Die Verstellung erfolgt mittels des Verstellknopfes oben auf der linken Seite der Federgabel. Ebenso oben links befindet sich der Verschluss zur Luftkammer. Die Luftkammer läßt sich bequem über ein Schrader- Ventil / Autoventil mit einer Federgabelpumpe (ca. 25€) befüllen.

Leider werden die angegebenen Federwege nicht voll erreicht. Das steht auch so bei FOX in der Online-Dokumentation. Ist die TALAS auf 140mm Federweg eingestellt, so hat sie davon nur 125mm, die auch nicht voll ausgeschöpft werden, weil sie sich recht progressiv verhält.

Fahrwerk – Dämpfer

Der am CUBE AMS 125 verbaute Dämpfer FOX RP 23 ist bei den meisten vollgefederten Mountainbikes zu finden. Er ist einfach zu handhaben. Einstellbar ist er in der Zugstufe sowie in der Plattform (PRO PEDAL). Der Fahrer kann dabei mittels eines kleinen Hebels zwischen Offen oder Plattform wählen. Die Plattform lässt sich in drei Stufen einstellen. 1 bedeutet: recht soft, 2 bedeutet: straff, aber kaum Antriebseinflüsse, und Stufe 3 lässt im Prinzip keine Antriebseinflüsse zu, und macht das Bike so lange zum Hardtail, bis größere Unebenheiten überwunden werden. Der Dämpfer lässt sich ebenso einfach mittels einer Federgabelpumpe befüllen.

Schaltung

Tja, zur Schaltung am CUBE AMS 125 gibt’s im Prinzip nicht viel zu sagen, außer, dass die Shimano DEORE XT Gruppe bei regelmäßiger Pflege sehr lange hält und einwandfrei funktioniert. Funktion, Gewicht, Haltbarkeit und Preis stehen hier in einer vernünftigen Relation.

Reifen

Beim CUBE AMS 125 wurden über mehrere Modelljahre die Schwalbe Nobby Nic verbaut, die sich für den zugedachten Verwendungszweck des Bikes als ideal erweisen und die Bremskraft auf so ziemlich jeden Untergrund sicher übertragen. Selbst bei Schlamm bleibt das Bike gut beherrschbar. Der Rollwiderstand ist okay.

Allerdings: Weil ich Flachlandtiroler bin und vorwiegend auf befestigten Wegen (von sehr gut bis sehr schlecht mit dicken Bodenwellen und Schlaglöchern) fahre, haben sich die Schwalbe Racing Ralph als bislang optimal für meine Bedürfnisse erwiesen. Was sie gegenüber den Nobby Nic nicht so mögen sind tiefe und lockere Böden – halt immer eine Frage des Kompromisses.

Je nachdem, wohin man tendiert: Wer auf festen und trockenen Böden fährt, der nutzt am CUBE AMS 125 die Schwalbe Racing Ralph. Bei weichen und nassen Böden sind die Schwalbe Nobby Nic die bessere Wahl.

Fazit

Das CUBE AMS 125 ist für alle, die es nicht nur komfortabel und leicht mögen, sondern auch Variabilität erwarten, ein sehr empfehlenswertes Mountainbike, welches durch Ausgewogenheit bei Ausstattung und Fahreigenschaften zu einem bezahlbaren Preis glänzt.

Und sollte am Rahmen ein Defekt auftreten, so wird dieser schnell und unkompliziert getauscht.

Dokumentation: Was am CUBE AMS 125 bisher getauscht wurde (Stand:14.01.2011)

  • Lenker nach 17500 km
  • Ritzel, Kassette und Kette (Kette alle 2000km)
  • Tretkurbel, Umwerfer und Schaltwerk
  • Reifen (fahre nach Schwalbe Nobby Nic erst den zweiten Satz Racing Ralph)
  • Abstreifer an Gabel (Fox Dust Wiper) und Dämpfer, sowie Öl in der Gabel
  • Lager in allen Drehpunkten des Rahmens
  • die Bremsbeläge bei km 12000
  • Lager in der HR- Nabe des DT Swiss XRC 180 Laufradsatzes
  • Der Rahmen – Garantiefall

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

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