…was sich ums Rad dreht…

Projekt Radschnellweg Ruhr | Herber Rückschlag

Das Projekt Radschnellweg-Ruhr hat einen herben Rückschlag erlitten

Info

Der Radschnellweg Ruhr ist ein Projekt des Regionalverbands Ruhr (RVR). Der geplante Radschnellweg soll bis 2020 die Stadtzentren von Hamm und Duisburg auf einer Gesamtlänge von mehr als 100 km verbinden.

Zur Meldung

Wie der ADFC NRW berichtet, hat die SPD-Ratsfraktion in Dortmund nach einer ersten Kostenschätzung in Höhe von 110 Millionen Euro den Radschnellweg Ruhr abgelehnt. Der Oberbürgermeister Dortmunds, Ulrich Sierau sagte nach einer Ratssitzung, dass ein Projekt dieser Größenordnung angesichts der Kosten „kaum noch vermittelbar” sei. Unterdessen plant das Land NRW einen landesweiten Wettbewerb zu Fahrradschnellwegen. Dabei würde eine Machbarkeitsstudie sogar vom Bund finanziert werden.

Kritik kam vom ADFC. Der ADFC-Pressesprecher Thomas Rommelspacher äußerte, dass die Ablehnung des Radschnellweg Ruhr ein Rücksturz in die Verkehrspolitik der 1980er Jahre sei. Der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Semmelmann rät der Dortmunder SPD sogar, dass diese mit einem Blick in die Niederlanden sich davon überzeugen sollte, dass “Radschnellwege einen wichtigen Beitrag zur urbanen Mobilität leisten.” Nach Meinung von Semmelmann sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Fahrradschnellwegen excellent.

Mein Kommentar

Mit dieser Entscheidung versagt die SPD-Ratsfraktion Dortmund einen wichtigen Beitrag zum Mobilitätswandel. Wenn ich bedenke, dass für fragwürdige Infrastrukturprojekte für den Kraftverkehr pro Kilometer weitaus mehr finanzielle Mittel aufgewand werden müssen und im Gegenzug das Projekt eines Fahrradschnellweges, wie der Radschnellweg Ruhr, aus finanziellen Gründen angeblich nicht vermittelbar sei, so verkennt die SPD-Ratsfraktion Dortmund die riesigen Chancen zu mehr Lebensqualität in der Stadt. Gerade im größten Ballungsraum Deutschlands ist das Potential riesig.

Der Kostenschätzung nach würde hier 1 km Radweg ca. 1,1 Mio € kosten. Jedoch bezahlen selbst die Niederlande für einen Kilometer Radweg zwischen 0,5 und 2 Mio. € und damit wird auch das Argument, dieses Projekt sei aufgrund der Kosten nicht vermittelbar hinfällig.

Man muss doch nur mal bedenken, dass Fahrräder die Straßen wesentlich geringer belasten und eben auch wesentlich weniger Platz einnnehmen als Kraftfahrzeuge. Und jeder der das Auto zu Gunsten des Fahrrades stehen lässt, der sorgt so nicht nur für weniger Verschleiß der Straßendecke, sondern trägt auch zur verringerten Feinstaubbelastung, sowie verringerten Lärmbelastung bei.

Es wird auch leider all zu oft vergessen, dass es immer eine Frage des Angebots ist. Mehr Straßen für den Kraftverkehr resultieren auch in mehr Kraftverkehr. Wer den Blick über den großen Teich wagt, der erhält den Beweis.

Gestaltet man jedoch den Straßenraum tendenziell zu Gunsten der Radfahrer, so resultiert dies auch zu mehr Fahrradverkehr. Mehr als für die ohnehin schon Viel-Rad-Fahrer etwas zu tun geht es mir darum, auch Leute auf das Fahrrad zu bekommen, die es nicht mal bei schönem Wetter geschafft haben.

Warum Projekte, wie der Radschnellweg Ruhr, zum fahrradfreundlichen Verkehrsraum extrem viel Überzeugungsarbeit bedürfen sehe ich auch darin begründet, dass unsere Denke eine andere ist als zum Beispiel in den Niederlanden oder in Dänemark. Dort ist das Fahrrad allgegenwärtig. Ich finde: Wir werden durch allerhand Medien und Maßnahmen schon von Kindheit an stark auf das Auto fixiert. Zudem werden die großen Lobbygruppen der Kraftfahrzeug-Industrie (sind ja nicht nur Autos) einen nicht unerheblichen Einfluss auf unsere Fixierung auf das motorisierte Fortbewegungsmittel und die Gestaltung des Verkehrsraumes haben.

Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass das Automobil schon seit Jahrzehnten für uns ein Symbol des Wohlstands darstellt, während das Fahrrad genau genommen eher für das Gegenteil steht. Wir brauchen auch nur mal einen Blick nach China wagen.

Allerdings waren die Chinesen vor 20 Jahren wesentlich weiter als jetzt. Wer kennt nicht die alten Bilder, wo der Straßenverkehr von Fahrrädern geprägt war? Wie sieht es heute aus? Die Tendenz geht doch zum Automobil.

Fazit

Ausgehend von dem Argument, ein Radschnellweg Ruhr sei aufgrund seiner geschätzten Kosten in Höhe von 1,1 Mio € / km (und damit immer noch wesentlich günstiger als 1 km Straße für den Kraftverkehr) nicht vermittelbar lässt sich erkennen, dass dem Automobil wesentlich mehr Wert beigemessen wird als dem Fahrrad. Dabei wäre es doch möglich, dass wir unser Verständnis von Wohlstand erweitern und auch ökologischen und idiellen Gesichtspunkten mehr Bedeutung und Wert bei messen. Es ist nur eine Frage unserer Charakterstärke.

Weitere Infos

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

DT Swiss XRC 180 | 370 | Onyx | XPW 1600 | XPW 1800 Liste Ersatzlager

Liste Ersatz Kugellager DT Swiss 370 (Disc), XRC 180, Onyx, XPW 1600, XPW 1800

Info vorab – Bitte lesen!

Selbst die besten Kugellager sind irgendwann mal verschlissen. Und wenn Euer DT Swiss XRC 180 Laufradsatz bzw. Eure DT Swiss 370 Disc Nabe irgendwann mal rau läuft bzw. ein Lagerschaden eingetreten ist, dann können die Räder bzw. Naben mit ein wenig handwerklichem Geschick und moderaten Kosten in ihren zweiten Frühling starten. Die Lager der Naben XRC 180, 370 (Disc), Onyx, Cerit, XPW 1600, XPW 1800, XR-1 haben sich als baugleich heraus gestellt.

Werden die drei Lager für die Hinterradnabe bei einem Kugellager-Händler gekauft, so liegt man inkl. Mehrwertsteuer zwischen 15 und 25 Euro. Beim Vorderrad sind es maximal 10 Euro. Wer sich die Mühe macht, sollte hochwertige Kugellager von Markenherstellern wie SKF, FAG und dergleichen wählen.

DT Swiss bietet im Online-Shop für das Hinterrad der XRC 180, 370 (Disc), Onyx, Cerit, XPW 1600, XPW 1800, XR-1 ein komplettes Revisionskit für sehr moderate 33€ an. Dieses beinhaltet neben den drei Kugellagern auch das Nadellager und die zwei Sperrklinken mit der Feder.

Achtung!

Beim Revisionskit ist zu beachten, ob es für den Stahl- oder den Alu-Freilaufkörper sein soll. Die Aluminium-Freilauf-Körper der SL-Versionen haben mehr Wandstärke und so hat das Kugel-Lager 2mm weniger Außendurchmesser, wodurch dann ein 6000er Lager mit D=26mm d=10mm und B=8mm an Stelle eines 16100 (mit D=28mm d=10mm und B=6mm) verbaut wird. Siehe auch die Liste!

  • Kugellager Vorderrad DT Swiss 370 Disc / XRC 180
  • Maße: D=26mm, d=10mm, B=8mm; Anzahl: 2 Stück
  • Bezeichnung: 6000-2RSH bzw. 6000-2RSR von SKF oder FAG
  • Preis: ca. 3,60€ / Stk.
  • Kugellager Hinterrad DT Swiss 370 Disc
    XRC 180, XPW 1600, XPW 1800, Scott XR-1 links
  • Maße: D=26mm, d=10mm, B=8mm; Anzahl: 1 Stück
  • Bezeichnung: 6000-2RSH bzw. 6000-2RSR von SKF oder FAG
  • Preis: ca. 3,60€ / Stk.
  • Kugellager Hinterrad DT Swiss 370 Disc
    XRC 180, XPW 1600, XPW 1800, Scott XR-1 rechts
  • Maße: D=22mm, d=10mm, B=6mm; Anzahl: 1 Stück
  • Bezeichnung: 6900-2RS bzw. 61900-2RS von SKF oder FAG
  • Preis: ca. 10,00€ / Stk.
  • Kugellager Stahl-Freilauf DT Swiss 370 (Disc)
    XRC 180 | Onyx | XPW 1600 | XPW 1800 | XR-1
  • Maße: D=28mm, d=10mm, B=8mm; Anzahl: 1 Stück
  • Bezeichnung: 16100-2RS; bei DT Swiss im Onlineshop
  • Preis: ca. 6,90€ / Stk.
  • Kugellager Hybrid-Rotor mit Alugehäuse
    DT Swiss 370 SL | XPW 1600 , XPW 1800 ‘neu’
  • Maße: D=26mm, d=10mm, B=8mm; Anzahl: 1 Stück
  • Bezeichnung: 6000-2RSH bzw. 6000-2RSR von SKF oder FAG
  • Preis: ca. 3,60€ / Stk.

Wechsel der Kugellager

Wie die Kugellager gewechselt werden erklärt DT-Swiss ausführlich. Die Anleitung zum Kugellagerwechsel für die XRC 180 / DT 370 Naben kann hier von DT Swiss direkt heruntergeladen werden (geänderte Version ab 2011): DT 370 / Onyx / Cerit.pdf (2MB)
Die “alte” Anleitung ist hier zu finden: DT 370.pdf (2MB)

Wechsel Kugellager Freilauf

Wie das Kugellager im Freilauf / Rotor der DT XRC 180/ DT370 Nabe gewechselt und gewartet wird habe ich hier dokumentiert: Service DT XRC 180 / DT 370 Disc | Freilauf-Rotor-Kugellager-wechseln

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

Episode-001 | Kampf-Radler? → Was vergessen wird:

Die erste Episode von Spreebiker-FM: Was bei der Diskussion um Kampf-Radler gerne vergessen wird.

Inhalt – Bitte lesen!

In den letzten Wochen ist die Diskussion um Kampf-Radler bzw. Fahrrad-Rambos verstärkt in den Medien. Gleich vorweg: In der ersten Episode von Spreebiker-FM halte ich mich nicht lange beim Kampf-Radler auf. Auch wenn es einen Kaffeesatz an Idioten gibt, die berechtigt Kampf-Radler genannt werden können und den Blick auf die große Gruppe von uns Radfahrern u. a. durch die Berichterstattung in den Medien verzerren, lege ich hier den Fokus auf die Defizite, Chancen und Visionen in Bezug auf Fahrrad-Freundlichkeit.

Ausgehend von der These aus MTB-News, ein Konzept für Fahrräder in der Stadt würde fehlen, beleuchte ich nicht nur die Situation von uns Radfahrern, sondern auch die Aspekte hinsichtlich Toleranz und gegenseitiger Rücksicht, welche für alle Verkehrsteilnehmer von Relevanz sind.

Zum Schluss greife ich einige Ansätze auf, welche die These widerlegen können. U.a. erwähne ich auch das Projekt der Fahrrad-Schnellwege in Dänemarks Haupstadt Kopenhagen, welches auch unserer Nation gut zu Gesicht stehen könnte.

Bedenkt bitte auch, dass ich aufgrund der Sende-Zeit nicht alle Aspekte ansprechen konnte. Ich bin mir sicher, dass es sich in der Zukunft anbieten wird, dem einen oder anderen Aspekt bezüglich Kampf-Radler und fahrradfreundlicher Konzepte in Städten mehr Sende-Zeit zu widmen.

Ganz wichtig ist natürlich Euer Feedback. Nutzt die Kommentarfunktion oder schreibt mir eine Email an spreebiker {at] gmail.com. Ich wünsche Euch viel Spass beim Anhören und freue mich schon auf Eure Impulse!

Show-Notes

 

Vorschau Episode-002

In der zweiten Episode befasse ich mich u.a. mit dem Kampf-Radler bzw. Fahrrad-Rambo an sich. Weitere Vorschläge sind natürlich willkommen!

QR-Code scannen und den Podcast auf dem Smartphone hören!

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

CUBE AMS 125 – Ein persönlicher Test

Das CUBE AMS 125 gehört zu den gefragten MTBs seiner Zunft. Mein persönlicher Test über 19000 km.

CUBE AMS 125 bei Cottbus Wilmersdorf

Mein CUBE AMS 125 im November 2010

Ein Sonderfall

Mein CUBE AMS 125 stellt eine Mischung aus dem Modell von 2007 und 2010 dar. Im März 2009 habe ich es als 2007er Modell erworben. Im März 2010 wurde der Rahmen auf Garantie schnell und unkompliziert gegen einen aktuellen ausgetauscht. Und im Herbst 2010 wurde der komplette Antrieb nach gut 17000 km gegen einen neuen getauscht.

Was hervorzuheben ist

Die serienmäßige Sitzgeometrie des CUBE AMS 125 ist sehr ausgewogen und nach meinem Empfinden sportlich komfortabel, was sich in einer hohen Tourentauglichkeit auszeichnet. Da ich es gerne eine Nummer sportlicher angehe wechselte ich verschleißbedingt den serienmäßigen und leicht erhöhten Easton EA 30 Lenker gegen einen flachen Syntace Duraflite 2014 mit gleicher Breite, aber etwas stärkerer Kröpfung.

Besonders toll ist die Steifigkeit von Rahmen, Hinterbau, Gabel und den Laufrädern. Um bei hohen Geschwindigkeiten in der Kurve und bei schnellen Richtungswechseln noch mehr Kontrolle über das Bike zu bekommen wechselte ich die serienmäßigen Schnellspanner von DT Swiss gegen die bewährten Stahlschnellspanner von Shimano. Die halten die Laufräder noch besser in den Ausfallenden.

Bremsen

Bei den Bremsen steht an erster Stelle die Performance. Beim CUBE AMS 125 wurde daher die Magura Louise mit 180er Scheiben am VR und HR in der rot-schwarzen OEM Version verbaut, auch wenn die Optik nicht jedermanns Sache ist. Um die Performance der Bremse zu steigern setzte ich bei der vorderen Bremse noch eines drauf und wechselte gleich nach dem Kauf auf die 203mm Bremsscheibe. Für die Standfestigkeit und ein souveränes Fahrgefühl zuträglich ist das ohnehin.

Damit meine ich, dass es bei meinem CUBE AMS 125 noch leichter geworden ist, mit nur einem Finger zu bremsen. Bei Marathons wie den EBM zahlt sich das bei Bergab-Passagen aus, weil ich mich so verstärkt auf die Strecke konzentrieren kann.

Darüber hinaus hat die verbaute Magura Louise selbst bei Schnee, Eis, Matsch und Temperaturen auch weit unter -10°C ohne Zicken gebremst.

Laufräder

Die am CUBE AMS 125 verbauten DT Swiss XRC 180 sind OEM Laufräder. Es handelt sich hier um die Kombination aus den DT SWISS 370 DISC Naben, DT SWISS X455 DISC Felgen, DT SWISS Competition Speichen und PRO LOCK Nippeln. Die Laufräder gehören mit ca. 1900 Gramm sicher nicht zu den leichtesten ihrer Zunft, aber für ein All-Mountain in der Mittelklasse sind die eine gute Wahl. Sie lassen sich immer noch gut beschleunigen. Positiv sind vor allem die Steifigkeit und Haltbarkeit.

Dennoch kann ein Augenmerk auf die HR-Nabe nicht schaden. Je nach Einsatz und Pflege sind spätestens nach 15000 km neue Lager fällig.

Fahrwerk – Gabel

Die am CUBE AMS 125 verbaute Fox Talas RL, Modelljahr 2007, erweist sich als straffe, aber dennoch aktive Gabel und passt an sich prima zur straffen Kinematik des Bikes. Die Einstellbarkeit ist unkompliziert. Auf der rechten Seite befindet sich der blaue Verstellknopf für die Druckstufe, welcher bis zur vollständigen Blockierung der Gabel nur eine halbe Umdrehung benötigt.Toll finde ich auch, dass die Verstellung der Zugstufe (damit wird die Ausfedergeschwindigkeit reguliert) ebenso oben erfolgt. So kann man ganz einfach während der Fahrt Feinjustierungen vornehmen.

TALAS bedeutet übrigens, dass sich die Federung am gewählten Federweg anpasst. Einstellbar ist die FOX TALAS RL in drei Stufen: 100mm-120mm-140mm. Die Verstellung erfolgt mittels des Verstellknopfes oben auf der linken Seite der Federgabel. Ebenso oben links befindet sich der Verschluss zur Luftkammer. Die Luftkammer läßt sich bequem über ein Schrader- Ventil / Autoventil mit einer Federgabelpumpe (ca. 25€) befüllen.

Leider werden die angegebenen Federwege nicht voll erreicht. Das steht auch so bei FOX in der Online-Dokumentation. Ist die TALAS auf 140mm Federweg eingestellt, so hat sie davon nur 125mm, die auch nicht voll ausgeschöpft werden, weil sie sich recht progressiv verhält.

Fahrwerk – Dämpfer

Der am CUBE AMS 125 verbaute Dämpfer FOX RP 23 ist bei den meisten vollgefederten Mountainbikes zu finden. Er ist einfach zu handhaben. Einstellbar ist er in der Zugstufe sowie in der Plattform (PRO PEDAL). Der Fahrer kann dabei mittels eines kleinen Hebels zwischen Offen oder Plattform wählen. Die Plattform lässt sich in drei Stufen einstellen. 1 bedeutet: recht soft, 2 bedeutet: straff, aber kaum Antriebseinflüsse, und Stufe 3 lässt im Prinzip keine Antriebseinflüsse zu, und macht das Bike so lange zum Hardtail, bis größere Unebenheiten überwunden werden. Der Dämpfer lässt sich ebenso einfach mittels einer Federgabelpumpe befüllen.

Schaltung

Tja, zur Schaltung am CUBE AMS 125 gibt’s im Prinzip nicht viel zu sagen, außer, dass die Shimano DEORE XT Gruppe bei regelmäßiger Pflege sehr lange hält und einwandfrei funktioniert. Funktion, Gewicht, Haltbarkeit und Preis stehen hier in einer vernünftigen Relation.

Reifen

Beim CUBE AMS 125 wurden über mehrere Modelljahre die Schwalbe Nobby Nic verbaut, die sich für den zugedachten Verwendungszweck des Bikes als ideal erweisen und die Bremskraft auf so ziemlich jeden Untergrund sicher übertragen. Selbst bei Schlamm bleibt das Bike gut beherrschbar. Der Rollwiderstand ist okay.

Allerdings: Weil ich Flachlandtiroler bin und vorwiegend auf befestigten Wegen (von sehr gut bis sehr schlecht mit dicken Bodenwellen und Schlaglöchern) fahre, haben sich die Schwalbe Racing Ralph als bislang optimal für meine Bedürfnisse erwiesen. Was sie gegenüber den Nobby Nic nicht so mögen sind tiefe und lockere Böden – halt immer eine Frage des Kompromisses.

Je nachdem, wohin man tendiert: Wer auf festen und trockenen Böden fährt, der nutzt am CUBE AMS 125 die Schwalbe Racing Ralph. Bei weichen und nassen Böden sind die Schwalbe Nobby Nic die bessere Wahl.

Fazit

Das CUBE AMS 125 ist für alle, die es nicht nur komfortabel und leicht mögen, sondern auch Variabilität erwarten, ein sehr empfehlenswertes Mountainbike, welches durch Ausgewogenheit bei Ausstattung und Fahreigenschaften zu einem bezahlbaren Preis glänzt.

Und sollte am Rahmen ein Defekt auftreten, so wird dieser schnell und unkompliziert getauscht.

Dokumentation: Was am CUBE AMS 125 bisher getauscht wurde (Stand:14.01.2011)

  • Lenker nach 17500 km
  • Ritzel, Kassette und Kette (Kette alle 2000km)
  • Tretkurbel, Umwerfer und Schaltwerk
  • Reifen (fahre nach Schwalbe Nobby Nic erst den zweiten Satz Racing Ralph)
  • Abstreifer an Gabel (Fox Dust Wiper) und Dämpfer, sowie Öl in der Gabel
  • Lager in allen Drehpunkten des Rahmens
  • die Bremsbeläge bei km 12000
  • Lager in der HR- Nabe des DT Swiss XRC 180 Laufradsatzes
  • Der Rahmen – Garantiefall

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

S.H.I.S. – Standardized Headset Identification System

Was ist S.H.I.S – Standardized Headset Identification System? – Eine Erklärung.

Idee zu S.H.I.S.

Standardized Headset Identification System – zu deutsch etwa: Standardisiertes System zur Idendifizierung von Steuersätzen – oder kurz S.H.I.S ist eine im Jahre 2010 von den Herstellern Acros, Cane Creek, Hope, Race Face, Reset Racing und Ritchey ins Leben gerufene Syntax, welche eine einheitliche Benennung von Steuersätzen gewährleistet. Durch die mittlerweile am Fahrradmarkt befindlichen verschiedenen Durchmesser und Einbauvarianten von Lagern und Lagerschalen konnte eine eindeutige Zuordnung nicht mehr ausreichend gewährleistet werden.

Zum Beispiel gibt es semi-integrierte (Press-Fit) Steuersätze und integrierte Steuersätze. Der Unterschied liegt darin, dass semi-integrierte / pressfit Steuersätze noch eine extra Lagerschale aufweisen, während bei integrierten Steuersätzen die Lager direkt in das Steuerrohr “gelegt” werden. Bezeichnet wurden beide Bauformen allzu oft als integriert / integrated.

Nomenklatur S.H.I.S.

Die Nomenklatur von S.H.I.S sieht wie folgt aus (Grafik von MTB-NEWS eingebunden):

EC (External CUP) bedeutet, dass die Kugellager in den Lagerschalen verpresst sind, welche außen liegen.
ZS (Zero Stack) bedeutet, dass auch hier die Kugellager in den Lagerschalen verpresst sind. Die Lagerschalen sind im Steuerrohr / Rahmen integriert. Diese Bezeichnung wird auch semi-integriert genannt..
IS (Integrated) heißt, dass hier über keiner Lagerschalen verfügt wird, sondern die Lager direkt im Steuerrohr / Rahmen liegen.

Weitere Informationen zu S.H.I.S.

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

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Shimano XT Schaltwerk RD-M772-SGS Shadow

Mit dem RD-M772-SGS hält Shimano seit 2008 eine neue Generation an Schaltwerken nun auch für die XT Gruppe bereit

Gewicht Shimano XT Schaltwerk RD-M772-SGS: 226 gramm

Shimano XT Schaltwerk RD-M772-SGS Shadow | Gewicht: 226 Gramm

Wie ab dem RD-M972 in der XTR Gruppe seit 2007 hat Shimano im Modelljahr 2008 nun auch bei der renovierten XT Gruppe 770 mit dem RD-M772 ein Schaltwerk mit Shadow-Technik im Programm. Das Schaltwerk ist hierbei wesentlich flacher konstruiert und befindet sich quasi unter der Kassette geschützt innerhalb der Linie – im Schatten (engl. shadow) – zwischen Ausfallende und Reifen. Die herkömmliche Konstrukion ist breiter, sitzt seitlich und damit schlechter geschützt am Ausfallende. Weitere Vorteile bei Shadow-Schaltwerken, wie dem hier gezeigten RD-M772-SGS, sind das geringere Gewicht und die stabilere Feder, welche ein Schlagen des Schaltwerkes an die Kettenstrebe wirksamer unterbindet.

Für alle die sich fragen, warum ich mal SGS zur Modellbezeichnung dazuschreibe und mal nicht: Es gibt unterschiedliche Käfiglängen. So bedeuten SGS: langer käfig | GS: mittelanger Käfig | SS: kurzer Käfig (Version bei Saint-Schaltwerken). In der Regel gibt es bei den Shadow-Schaltwerken eine SGS- und eine GS-Version.

Der Vollständigkeit halber: RD ist die englische Abkürzung für Rear Derailleur – hinterer Kettenwechsler / hinteres Schaltwerk. FD bedeutet demnach Front Derailleur – vorderer Kettenwechsler / Umwerfer ;-).

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

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Shimano XT Schaltwerk RD-M761-SGS

Das Gewicht zum Shimano XT Schaltwerk RD-M761-SGS, einem Interims-Modell im Jahr 2007

Gewicht Shimano Deore XT Schaltwerk RD-M761-SGS: 266 Gramm.

Gewicht Shimano Deore XT Schaltwerk RD-M761-SGS: 266 gramm

Bei der XT Gruppe 760 hatte Shimano für das Modelljahr 2007 interimsmäßig das Schaltwerk RD-M761-SGS und die Schalthebel SL-M760 herausgebracht, weil bereits die XTR-Gruppe 970 für 2007 komplett erneuert wurde und eine renovierte XT Gruppe 770 erst für das Modelljahr 2008 anstand.

Der eine oder andere wird sich noch daran erinnern können, dass Shimano seit 2003 bei der XTR Gruppe 960 und dann 2004 bei der XT Gruppe 760 auf Dual-Control, einer Integration von Schalt- und Bremshebel, setzte. Wegen der Schaltlogik wie bei den Umwerfern, dass auf Zug in einen schwereren Gang geschaltet wird, wurden auch die Schaltwerke entsprechend gestaltet. Wurde bislang auf Zug in einen kleineren Gang geschaltet, so hatte man nun die Schaltrichtung umgekehrt. Die Schaltwerke wurden invers und schalteten auf Zug nun in einen schwereren Gang. Viele Kunden konnten sich damit nicht anfreuden und sehnten sich nach dem bewährten Prinzip zurück. Um die Verluste beim Absatz der Schaltkomponenten gering zu halten und die Fahrradhersteller wieder für sich zu gewinnen hat Shimano eben für 2007 die Interimsmodelle RD-M761-SGS und SL-M760 auf den Markt gebracht, welche über die bewährte Schaltlogik verfügten.

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

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Test Look Quartz

Look Quartz – taugen die was? Mein persönlicher Erfahrungsbericht…

Look Quartz nach 17500 km Gewicht Look Quartz: 270 Gramm

Gewicht

Das Gewicht der Look Quartz ist mit 270 gramm wie angegeben. Damit liegen diese MTB-Pedale noch unter dem Gewicht der wesentlich teureren Shimano XTR Pedale (ab 310 gramm)

Preis

Der Preis liegt im Verkauf bei ca. 60€. Gemessen an dem, was Look mit den Quartz bietet ist der Preis mehr als gut. In meinen Augen eine Preisempfehlung.

Funktion

Die Look Quartz sind sehr unkompliziert. Es gibt zwar keine Einstellmöglichkeit zur Auslösehärte, aber die ist auch nicht nötig. Die Pedale sind so konstruiert, dass Schlamm keine Chance hat, die Funktion zu beeinträchtigen. Fast einzigartig ist bei den Look Quartz, dass zu den Schuhplatten / Cleats Distanzscheiben unterschiedlicher Höhe mitgeliefert werden. Somit ergibt bei nahezu jedem Mountainbike-Schuh eine optimale Positionierung der Cleats wodurch das Ein- und Aus-Klicken vereinfacht, sowie eine optimale Auflage zum Pedalkörper gegeben wird.

Haltbarkeit

Das erste paar Look Quartz ist bereits über 17000 Kilometer bewegt worden. Einen spürbaren Verschleiß der Lager konnte ich noch nicht feststellen. Der Pedalkörper zeigt zwar mit der Zeit die üblichen Spuren, aber er sieht noch ziemlich gut aus!

Die Cleats unterliegen naturgemäß einem höheren Verschleiß. Bis zu 200 Einsatzstunden können sie bei schonendem Umgang locker genutzt werden.

Fazit

In meinen Augen sind die Look Quartz durch die unkomplizierte Mechanik & Funktion, die hohe Haltbarkeit und dem sehr geringem Gewicht zu einem Preis von etwa 60€ uneingeschränkt zu empfehlen.

P.S.: Haben Sie mit diesen Pedalen auch schon die eine oder andere Erfahrung gesammelt? Dann hinterlassen zu diesem Review / Erfahrungsbericht einfach ein Kommentar!

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

Look Quartz

Das Gewicht der Look Quartz ist sehr niedrig. Interessant werden diese Pedale erst Recht beim Blick auf den Preis.

Die Look Quartz sind nämlich gemacht für Biker, die unkomplizierte Pedale für ihr Mountainbike und nicht zu tief in die Geldbörse greifen wollen. Aber warum sind diese Klick-Pedale so leicht und kosten mit 60 € auch nicht die Welt?

Man setzt hier auf eine simple Konstruktion und verwendet beim Pedalkörper Glasfaser, welches mit hochfesten Polyamid verstärkt wird. Zudem wird bei den Look Quartz eine einfache Mechanik aus wenigen Teilen verbaut, denn weniger Teile wiegen bekanntlich weniger. Und je weniger verbaut wird, umso weniger kann auch kaputt gehen…so bewährten sich die Look Quartz als sorgenfreie Pedale.

Look Quartz | Gewicht: 270 gramm.

Gewicht Look Quartz: 270 gramm

Übrigens:
Ich habe bereits einen Test zu den Look Quartz mit weiteren Informationen verfasst. Nachzulesen ist dieser hier: Test Look Quartz

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

P.S.: Immer eine Hand am Lenker lassen!

Schwalbe Smart Sam

Der Schwalbe Smart Sam hat sich als recht haltbarer und leichtlaufender Reifen herausgestellt. Stimmt denn auch das Gewicht?

Für jemanden im Bekanntenkreis waren 2008 neue Reifen fällig. Diese sollten günstig, griffig, leicht und haltbar sein. Der Einsatz war hauptsächlich auf Asphalt und gegelentlich auf unbefestigten Wegen. Der Schwalbe Smart Sam hat in 54-559 (26×2,1) mit SnakeSkin Seitenwand im Jahre 2008 als Satz nicht mal 45€ gekostet. Also stand die Entscheidung schnell fest und wurde nicht bereut.

Gewicht Schwalbe Smart Sam (falt) 26x2,1: 529 gramm

Gewicht: Schwalbe Smart Sam in 54-559 (26×2,1): 529 gramm

Wie man sieht ist der Schwalbe Smart Sam bereits einige Kilometer gelaufen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme hatte der Reifen bereits 5000 km runter. Das Profil war noch gut, aber an den Stollen war der Reifen spröde. Welches Gewicht Schwalbe damals für den Smart Sam in 54-559 (26×2,1) angegeben hatte weiß ich nicht mehr.

Den Schwalbe Smart Sam mit der Snake Skin Seitenwand gibt es so nicht mehr. Nur noch die Double Defense Version in 57-559 (26×2,25) mit PaceStar-Compound (Artikel-Nr. 11600122), die dann 660 Gramm wiegt verfügt über solche Technik zum Schutz der Seitenwand. Alternative Versionen im Jahr 2012 sind dann noch der faltbare Schwalbe Smart Sam in 54-559 (26×2,1) mit PaceStar-Compound (Artikel-Nr. 11600056) und einem Gewicht von 495 Gramm, oder der günstigere und ebenso faltbare Smart Sam in 54-559 (26×2,1) mit ORC-Compound (Artikel-Nr. 11600054) und einem Gewicht von 550 Gramm.

Viele Grüße von Stefan Heidrich

Meine Bikes: CUBE AMS 125 und Poison Ethanol

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